
Ich lebe in Islamabad – einer sorgfältig geplanten Stadt, ruhig im Vergleich zu Pakistans älteren Städten, eingebettet in die Ausläufer der Margalla-Berge. Breite Straßen, Regierungsgebäude und Grünanlagen vermitteln den Eindruck von Ordnung und Kontrolle. Von hier aus werden Gesetze verfasst, politische Entscheidungen getroffen und hinter bewachten Mauern über die Zukunft der Nation debattiert. Islamabad wirkt nach außen hin ruhig, doch unter dieser Ruhe brodelt es – unausgesprochene Angst, wachsame Blicke und tiefer spiritueller Widerstand.
Diese Stadt beherbergt Diplomaten, Militärführer, Richter und Gesetzgeber. Der Glaube wird hier formell und zurückhaltend gelebt. Der Islam prägt das öffentliche Leben, und tief verwurzelte Überzeugungen zu hinterfragen, ist gefährlich. Für Nachfolger Jesu erfordert das Leben in Islamabad große Weisheit. Wir passen uns an, sprechen bedacht und leben unseren Glauben im Stillen – oft sind wir eher für unsere Liebe und Integrität als für unsere Worte bekannt. Manche Gläubige arbeiten in Regierungsbehörden und Universitäten und beten still an ihren Schreibtischen, dass die Wahrheit die Verantwortlichen erreicht.
Auch in Islamabad gibt es verborgenes Leid. Afghanische Flüchtlingsfamilien leben am Stadtrand, oft unbemerkt von den Machthabern. Kinder wachsen ohne Stabilität, Bildung und Hoffnung auf. Selbst hier, in der Hauptstadt, existieren Armut und Angst Seite an Seite mit Privilegien. Doch ich glaube, Gott sieht jeden Winkel dieser Stadt – von den Parlamentsgebäuden bis zu den überfüllten Siedlungen – und sein Herz ist von Mitgefühl bewegt.
Ich glaube, Islamabad ist nicht nur eine politische Hauptstadt, sondern auch ein spiritueller Schauplatz. Wenn sich hier die Herzen verändern, wird dies Auswirkungen auf das ganze Land haben. Ich bete, dass diese Stadt der Macht zu einer Stadt der Demut wird – einer Stadt, in der Führungskräfte die Ehrfurcht vor Gott erfahren, Gerechtigkeit die Korruption ersetzt und der Friede Jesu still, aber kraftvoll Wurzeln schlägt.
Beten für die Führungskräfte, Gesetzgeber und Entscheidungsträger in Islamabad, die Ehrfurcht vor Gott zu erfahren und mit Gerechtigkeit und Demut zu regieren.
(Sprüche 21:1)
Beten Für Nachfolger Jesu, die im Stillen in der Hauptstadt leben und arbeiten, damit sie Schutz, Stärkung und Führung durch Weisheit erfahren.
(Matthäus 10,16)
Beten damit die Hochburgen der Angst, der Kontrolle und der religiösen Starrheit in Islamabad durch die Wahrheit und die Liebe Christi gemildert werden.
(2 Korinther 10:4–5)
Beten damit afghanische Flüchtlingsfamilien und marginalisierte Gemeinschaften rund um Islamabad Gottes Fürsorge, Würde und Hoffnung erfahren können.
(Psalm 9:9–10)
Beten damit Islamabad zu einer Stadt wird, in der der Friede Jesu in den Machtzentren Wurzeln schlägt und sich auf die ganze Nation ausbreitet.
(Jesaja 9:6)



110 STÄDTE – Eine globale Partnerschaft | Mehr Info
110 STÄDTE - Ein Projekt von IPC a US 501(c)(3) Nr. 85-3845307 | Mehr Info | Seite von: IPC-MEDIEN