


1. Hören
Frage Gott: “Wer in meinem Umfeld braucht heute Ermutigung und Hoffnung?”
2. Wissen
Ich bin erfüllt von Hoffnung durch den Heiligen Geist. – Römer 15,13
3. Teilen
Schreibe eine Nachricht, schicke eine Nachricht oder sprich aufmunternde Worte zu jemandem, der traurig oder entmutigt ist.
(Sanaa, Jemen)
Sanaa ist eine Stadt mit wunderschönen alten Gebäuden, deren Fenster kunstvoll verziert sind, und Bergen in der Ferne. Die Familien dort lieben ihre Kinder innig. Viele Menschen geben ihr Bestes, um jeden Tag so gut wie möglich zu leben, selbst wenn das Leben schwierig ist.
Ein Junge namens Ahmed war elf Jahre alt. Er lebte mit seiner Mutter, seinem Vater und seiner kleinen Schwester zusammen. Ahmed war freundlich und nachdenklich, aber manchmal fühlte er sich innerlich müde.
Manchmal fiel der Unterricht aus. Manchmal war das Essen einfacher als zuvor. Manchmal sprachen die Erwachsenen besorgt miteinander.
Ahmed wollte seiner Familie helfen, wusste aber nicht wie.
Eines Nachmittags kam Ahmeds Onkel zu Besuch. Er brachte einen kleinen Beutel mit Brot und Datteln mit. Außerdem hatte er noch etwas anderes dabei – ein kleines, sorgfältig verpacktes Buch.
Ahmed sah zu, wie sein Onkel das Buch Ahmeds Vater gab und flüsterte: “Das sind Geschichten aus dem Injil… aus der Bibel.”
Ahmeds Vater blickte sich um, nickte dann langsam und versteckte das Buch sicher.
In jener Nacht, als die Kinder eigentlich schlafen sollten, hörte Ahmed seine Eltern leise miteinander reden. Dann hörte er etwas, das er in seinem Zuhause noch nie zuvor gehört hatte:
Eine biblische Geschichte.
Ahmed richtete sich ruhig auf und lauschte hinter dem Vorhang.
Die Geschichte handelte von Jesus. Sie handelte von einem Sturm. Sie handelte von Frieden. Sie handelte von Hoffnung.
Ahmed konnte nicht aufhören zuzuhören.
Nachdem sein Vater mit dem Lesen fertig war, flüsterte seine Mutter: “Jesus versteht Leid. Er ist den Gebrochenen nahe.”
Ahmeds Herz fühlte sich warm und seltsam an, als wäre in ihm eine winzige Kerze angezündet worden.
Am nächsten Tag fragte Ahmed seinen Vater: “Kannst du mehr lesen?”
Sein Vater zögerte, nickte dann aber. “Ja.”
Alle paar Tage lasen sie eine neue Geschichte. Jesus heilte Menschen. Jesus speiste die Menschenmengen. Jesus hieß Kinder willkommen. Jesus starb am Kreuz und stand wieder auf.
Ahmed war verblüfft.
“Warum sollte Jesus das tun?”, fragte Ahmed.
Sein Vater antwortete leise: “Weil er uns liebt. Er vergibt uns. Er schenkt uns das Leben.”
Ahmed begann eine neue Art von Gebet zu sprechen – nicht lang, nicht kompliziert.
“Jesus… bitte hilf meiner Familie. Bitte gib uns Hoffnung.”
Und langsam fühlte sich Ahmed innerlich stärker.
Nicht etwa, weil sich draußen alles schnell verändert hätte, sondern weil in ihm Hoffnung wuchs.
Eines Tages bemerkte Ahmed in der Schule einen Jungen, der allein saß. Der Junge wirkte traurig und wütend zugleich. Einige Kinder mieden ihn.
Ahmed erinnerte sich daran, wie Jesus die Einsamen und Leidenden willkommen hieß.
Da setzte sich Ahmed neben ihn und bot ihm die Hälfte seines Snacks an.
Der Junge starrte ihn an. “Warum bist du so nett?”
Ahmed zuckte mit den Achseln. “Weil… ich glaube, Gott möchte, dass wir uns kümmern.”
Mit der Zeit begann Ahmed, auch andere zu ermutigen. Er half seiner Schwester bei den Schularbeiten. Er sprach freundlich mit seiner Mutter, wenn sie müde aussah. Er betete mit seinem Vater für die Nachbarn.
Ahmed hat etwas Wichtiges gelernt:
Hoffnung bedeutet nicht, so zu tun, als sei das Leben einfach.
Hoffnung bedeutet, Jesus zu vertrauen, auch wenn das Leben schwer ist.
Und der Gott der Hoffnung kann uns mit Freude und Frieden erfüllen – so dass wir durch die Kraft des Heiligen Geistes von Hoffnung überfließen.
Malbuch herunterladenColour Ahmed sitzt mit seinem Vater auf einer gewebten Matte im Freien. Sie lesen gemeinsam neben Pflanzen und einer Gartenmauer. Im Hintergrund erheben sich hohe, traditionelle Gebäude mit kunstvoll verzierten Fenstern vor fernen Hügeln und zeugen vom historischen Stadtleben in Sanaa.
Während du malst und neue Wörter lernst, bete für die Kinder im Jemen, dass sie Hoffnung in Jesus finden.
Einführung in die Sprache
Die heutige Sprache ist wieder Arabisch! Übe diese Worte, während du für Jemen betest.
Wort 1
Hoffnung = رجاء (Rajaa)
Klingt wie = rah-JAH
Wort 2
Freude = فرح (Farah)
Klingt wie = FAH-rah
Wort 3
Leben = حياة (Hayat)
Klingt wie = hah-YAHT


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