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RAMADAN

Ein heiliger Monat in der muslimischen Welt

Der Ramadan ist der heiligste Monat im islamischen Kalender. Er erinnert an die Zeit, in der Muslime glauben, dass der Koran dem Propheten Mohammed erstmals offenbart wurde. Da der islamische Kalender ein Mondkalender ist, verschiebt sich der Ramadan jedes Jahr im gregorianischen Kalender nach vorn.

Für Muslime auf der ganzen Welt – ob in Dörfern, Megastädten, Flüchtlingslagern oder Diaspora-Gemeinden – ist der Ramadan eine zutiefst spirituelle Zeit, die von Fasten, Gebet, Wohltätigkeit, Reue und erneuerter Hingabe an Gott geprägt ist.

Er wird oft als ein Monat der Gnade bezeichnet.

Die Bedeutung des Fastens

Das Fasten im Ramadan (bekannt als Sawm) ist eine der fünf Säulen des Islam. Von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang verzichten praktizierende Muslime auf Folgendes:

Essen
Trinken
Rauchen
Eheliche Beziehungen

Das Fasten ist nicht nur physisch, sondern dient auch der Kultivierung:

Selbstdisziplin
Reinheit des Denkens
Großzügigkeit
Abhängigkeit von Gott
Mitgefühl für die Armen

Viele Muslime verrichten in diesem Monat vermehrt Gebete, spenden Almosen (Zakat) und bitten um Vergebung ihrer Sünden. Die letzten zehn Tage gelten als besonders heilig und sind von erhöhter spiritueller Intensität geprägt.

Der Monat endet mit der Feier von Eid al-Fitr, einem freudigen Fest, das von gemeinsamen Gebeten, Mahlzeiten, neuer Kleidung und Akten der Großzügigkeit geprägt ist.

EIN TYPISCHER TAG WÄHREND DES RAMADAN

Die Gepflogenheiten variieren zwar je nach Kultur, aber ein typischer Tag verläuft oft nach diesem Rhythmus:
Vor Sonnenaufgang (Suhoor)

Familien stehen vor Sonnenaufgang auf, um eine leichte Mahlzeit einzunehmen und zu beten. Diese stille Stunde ist oft friedvoll und besinnlich.
Morgengebet

Das erste von fünf täglichen Gebeten markiert den offiziellen Beginn des Fastens.
Tageszeit

Arbeit und Schule gehen weiter, doch das Energieniveau kann aufgrund von Nahrungs- und Wassermangel sinken. Viele meiden unnötige Ablenkungen und konzentrieren sich auf spirituelle Besinnung.
Nachmittags- und Abendgebete

Die Moscheen werden immer aktiver. Die Gemeindetreffen nehmen in diesem Monat an Bedeutung zu.
Sonnenuntergang (Iftar)

Bei Sonnenuntergang wird das Fasten gebrochen – traditionell mit Datteln und Wasser. Familien und Gemeinschaften versammeln sich zu gemeinsamen Mahlzeiten. In vielen Ländern füllen sich die Straßen mit Feierlichkeiten und Großzügigkeit.
Nachtgebet (Tarawih)

In den Moscheen finden besondere, verlängerte Gebete statt. Während des gesamten Monats werden jeden Abend Abschnitte des Korans rezitiert.

Für viele Muslime ist der Ramadan eine Zeit der Aufrichtigkeit – eine Zeit, in der die Herzen weicher sind und spirituelle Fragen präsenter.

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