


1. Hören
Frag Jesus: “Gibt es jemanden in meiner Schule oder Familie, für den ich diese Woche beten soll? Zeig mir, wie ich dir besser zuhören kann.”
2. Wissen
Ich bin von Gott auserwählt und erkannt. – Johannes 15,16
3. Teilen
Zeichne oder schreibe etwas, das zeigt, warum du Jesus liebst, und teile es diese Woche mit einem Freund oder einem Familienmitglied.
(Medan, Indonesien)
In der warmen, geschäftigen Stadt Medan in Indonesien wiegen sich Palmen im Sonnenschein, und Motorräder flitzen an farbenfrohen Märkten vorbei, die mit Früchten und Gewürzen gefüllt sind. Der Duft von gebratenem Reis und süßem Tee liegt in der Luft. Fünfmal täglich hallt der Gebetsruf über die Dächer und erinnert die Familien daran, innezuhalten und zu beten.
Die zehnjährige Rani half ihrer Mutter unheimlich gern an ihrem kleinen Imbissstand. Jeden Morgen rührte sie Reis und Curry um, während ihre Mutter die Kunden mit einem Lächeln begrüßte. Rani war gläubig. Sie betete jeden Tag und versuchte, freundlich zu sein. Doch sie hatte noch nie in der Bibel gelesen und wusste nicht viel über Jesus.
Eines Nachmittags lud Ranis Tante ihre Mutter zu einem kleinen Lesekreis für Frauen ein. “Wir lesen gerade Geschichten über die Propheten”, erklärte die Tante. “Möchtest du mitkommen?”
Ranis Mutter zögerte. Aber sie war neugierig. So gingen Rani und ihre Mutter an diesem Abend gemeinsam zum Haus ihrer Tante.
Die Frauen saßen auf gewebten Matten auf dem Boden. In der Mitte des Kreises lag ein kleines Buch. Sie stritten nicht. Sie debattierten nicht. Sie lasen einfach Geschichten.
Rani hörte still zu, als sie über die Schöpfung lasen. Sie lasen über Abraham. Sie lasen über Vergebung und Gottes Verheißungen.
Dann, eines Abends, begannen sie, über Jesus zu lesen.
Rani beugte sich näher.
Sie lasen von seiner Güte. Sie lasen von seinen Wundern. Sie lasen, wie er Menschen vergab und Kinder willkommen hieß. Rani spürte, wie sich etwas in ihrem Herzen regte, obwohl sie es nicht ganz verstand.
In jener Nacht geschah etwas Unerwartetes.
Ranis Mutter hatte einen Traum.
Im Traum stand ein Mann in strahlendem Weiß vor ihr. Sein Gesicht war sanft, seine Augen gütig. Nichts an ihm war furchteinflößend – nur Frieden.
“Ich bin der Weg”, sagte er leise. “Folgt mir.”
Ranis Mutter wachte plötzlich auf. Ihr Herz raste, doch sie fühlte sich ruhig. Der Traum hatte sich realer angefühlt als alle Träume zuvor.
Am nächsten Tag erzählte sie Rani, was passiert war.
“Glaubst du, es war Jesus?”, flüsterte Rani.
Ihre Mutter nickte langsam. “Ich glaube, er offenbart sich uns.”
In den folgenden Wochen lasen die Frauen weiter. Sie erfuhren, dass Jesus das Lamm Gottes genannt wird. Sie erfuhren, dass er starb und auferstand. Sie erfuhren, dass er Sünden vergibt und neues Leben schenkt.
Rani begann anders zu beten.
Statt altbekannte Worte zu wiederholen, sprach sie ehrlich.
“Jesus… wenn es dich wirklich gibt… zeig es mir bitte.”
Sie hörte keine laute Stimme. Sie sah keine hellen Lichter. Doch während sie die Geschichten las und betete, spürte sie Frieden. Sie empfand Freude, als sie Jesu Worte hörte. Sie fühlte sich angenommen – als ob jemand sie vollkommen verstünde.
Eines Nachmittags saßen Rani und ihre Mutter an einem schmalen Bewässerungskanal, umgeben von grünen Reisfeldern. Eine kleine Gruppe Frauen hatte sich still versammelt. Eine nach der anderen stiegen sie ins Wasser und ließen sich als Nachfolgerinnen Jesu taufen.
Rani beobachtete aufmerksam. Sie sah Tränen. Sie sah Lächeln. Sie sah Mut.
Später umarmte Rani ihre Mutter fest. “Wir gehören jetzt Jesus”, sagte sie.
Ihre Mutter lächelte. “Ja. Und er hat sich uns gezeigt.”
Von diesem Tag an betete Rani für ihre Freunde in der Schule. Sie stritt nicht. Sie suchte keine Gespräche. Doch wenn sie jemand fragte, warum sie so fröhlich wirke, antwortete sie schlicht: “Weil Jesus mich liebt.”
Rani hat etwas Wichtiges gelernt:
Jesus offenbart sich den Menschen, die ihn aufrichtig suchen.
Und wenn er es tut, beginnt sich alles zu verändern.
Malbuch herunterladenColour Rani und ihre Mutter bereiten Essen an ihrem belebten Straßenstand in Medan zu. Töpfe und Schüsseln sind mit Reis und Zutaten gefüllt, während sie gemeinsam kochen. Im Hintergrund sieht man Marktstände, nahegelegene Gebäude und einen hohen Moscheeturm unter freiem Himmel – ein Einblick in den Alltag ihrer indonesischen Stadt.
Während du malst und neue Wörter lernst, bete für die Menschen in Indonesien, die Jesus noch nicht kennen.
Einführung in die Sprache
Die heutige Sprache ist Indonesisch. Versuchen Sie, beim Beten mit den unten stehenden Wörtern „Hallo“ und „Danke“ zu sagen.
Wort 1
Hallo = Halo
Klingt wie = HAH-loh
Wort 2
Danke = Terima kasih
Klingt wie = tuh-REE-mah KAH-see
Wort 3
Frieden = Damai
Klingt wie = dah-MY


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